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Schnauze voll vom Impact Factor

Der Journal Impact Factor (JIF) ist unbrauchbar als Instrument für die Bewertung individueller Forscherleistung. Trotzdem hält er sich hartnäckig in den Köpfen der Wissenschaftler. Kann eine Deklaration daran etwas ändern?


(24. Mai 2013) Wenn sich Forscher, Editoren oder Wissenschaftsmanager über den Journal Impact Factor (JIF) unterhalten, sind sich meist alle einig: Diese bibliometrische Messgröße taugt nicht dazu, einzelne Forscher und ihre Arbeiten zu bewerten. Ob ein Gremium Kandidaten für die Neubesetzung einer Professur auswählt oder über die Vergabe von Drittmitteln und Stipendien entscheidet – der JIF der Zeitschriften, in denen der Kandidat oder Antragsteller publiziert hat, sollte bei der Entscheidungsfindung eigentlich nichts zu suchen haben.

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Oberpfälzer Mikronauten

Die NASA-erprobte Regensburger Astrobiologin Christine Moissl-Eichinger charakterisiert Mikroben von Raumfahrzeugen und deren Montagehallen. Ihr Traum ist es, irgendwann Alien-Mikroben zu entdecken.


(21. Mai 2013) Astrobiologie? Wow, das klingt erstmal hochexotisch und aufregend nach unendlichen Weiten und fremden Galaxien. Doch wenn die Regensburger Mikrobiologin Christine Moissl-Eichinger über ihre Arbeit spricht, wird schnell klar, dass es sich hierbei um bodenständige Forschung handelt, in der es vor allem um den Schutz der zu erkundenden Planeten geht.

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Subjektive Realitäten

Mit der Wahrnehmung der Realität ist es so eine Sache. Wenn etwa Biotech-Branchenexperten ihre persönlichen Wahrnehmungen der aktuellen Wirtschaftslage veröffentlichen, so hat dies zuweilen paradoxe Ergebnisse zur Folge.


(17. Mai 2013) Wenn der Laborjournal-Redakteur am helllichten Tag glaubt, er träume, so ist nicht immer sein mangelnder Nachtschlaf schuld. Es kann auch eine E-Mail sein, so eine wie beispielsweise am 17. April um 11:02 Uhr in sein Postfach plumpst. Sie trägt den Betreff Biotechnologie mit Rekordumsatz und Mitarbeiterplus.

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Wer darf publizieren?

Wer bestimmt, wann und welche Daten als Paper publiziert werden dürfe? Wem gehören Labordaten überhaupt?


(14. Mai 2013) Das Photometer ist Eigentum der Universität. Die neuen Pipetten hingegen gehören dem Professor – er hatte sie aus der eigenen Tasche bezahlt. Den Laptop wiederum hat sich der Doktorand selbst angeschafft, weil er es leid war, auf dem langsamen Unirechner immer erst den Administrator herbeirufen zu müssen, um neue Software zu installieren. Nun schaut er sich die Tabellen an, die die Zahlen aus den Messreihen enthalten und stellt sich eine Frage: Wem gehören diese Daten eigentlich?

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It’s in Nature so it must be true

Die Selbstreinigungskraft der Wissenschaft wird oft beschworen. Nur nutzt sie wenig, solange die Journals nicht mitziehen.


(10. Mai 2013) „Die Wissenschaft bereinigt sich selbst” – wie oft wird dieses Mantra wiederholt, wenn es um Fälle von „schlechter Wissenschaft” geht. Wenn Schlussfolgerungen falsch sind, wenn Ergebnisse nicht stimmen oder wenn gar Daten manipuliert wurden – am Ende würden die Fehler auf jeden Fall erkannt und korrigiert werden. Ganz klar, denn schließlich macht schon die Art und Weise, wie Wissenschaft im Kern funktioniert, sie ganz automatisch zu einem sich stetig selbst korrigierenden Geschäft.

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Türschnalle Nummer 114

Wiener Pharmakologen entschlüsseln mit Megarechner, welche Aminosäure einen Kaliumkanal für den Öffnungsvorgang entriegelt.


(07. Mai 2013) Wer Österreichs schnellsten Computer nutzen darf, publiziert auch schon mal in PLoS Computational Biology. Im Fall von Anna Stary-Weinzinger und Tobias Linder von der Universität Wien sowie Bert de Groot vom Max Planck Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen dürfte dies allerdings nicht der alleinige Schlüssel gewesen sein. Vielmehr hatten sie bereits eine klare Frage formuliert, ein schlüssiges Konzept entwickelt und jede Menge Vorarbeiten durchgeführt, bevor sie mit ihren Daten Zutritt zum Vienna Scientific Cluster (VSC) gewährt bekamen.

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Damit's immer gelingt

Erkenntnisse müssen unabhängig nachprüfbar sein, das macht Naturwissenschaft aus. Immer öfter jedoch halten publizierte Arbeiten diesen Anspruch nicht ein – auch und gerade in den Renommierjournals. Nature zieht jetzt erste Konsequenzen.


(3. Mai 2013) Ein Gespenst geht um in der Naturwissenschaft: das Gespenst der Nicht-Reproduzierbarkeit. Zuletzt hatte sich zunehmend gezeigt, dass ein gehöriger Teil der publizierten Forschungsergebnisse nicht unabhängig nachprüfbar ist – entweder weil die Wiederholung der Experimente ganz andere Ergebnisse bringt, oder weil zum genauen Nachkochen schlichtweg wichtige Angaben fehlen.

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Ungeahnte Einnahmequellen

Aus der Reihe "Erlebnisse einer (anderen) TA"


(30. April 2013) Neulich öffnete ich nichtsahnend meinen Mail-Konto und fand umgehend einen Newsletter im Posteingang, dessen hochinteressante Betreffzeile mich sofort in den Bann schlug: „Kleingeräte, Reagenzien sowie Sitz- und Stehlösungen zu Hammerpreisen.“ Selbst als laborerfahrene TA bereiteten mir die beiden Wörter im Mittelteil Kopfzerbrechen.

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Mehr Mut zur Klarheit!

Gegen die Auswüchse von Big Science zu protestieren erfordert Mut und klare Positionen. Ein Kommentar von Hans Zauner.


(25. April 2013) Dan Graur, Professor für molekulare Evolutionsbiologie und Humboldt-Preisträger, nahm kein Blatt vor den Mund. Zusammen mit einigen Kollegen zerriss der Forscher aus Houston kürzlich ein prestigereiches Großprojekt der Genomik nach Strich und Faden. ENCODE (von ENCyclopedia ODNA Elements), so der Name des fraglichen Projekts, ist der Versuch, einen Katalog der DNA-Elemente des menschlichen Genoms samt ihrer Funktionen zu erstellen. Über 200 Millionen Dollar hat das Unterfangen verschlungen, mehr als 440 Forscher arbeiten daran.

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Sexy Schimmel

Der Bochumer Molekularbotaniker Ulrich Kück und seine Kollegen kreuzen Penicillin-produzierende Pilze und züchten so Stämme mit neuen Eigenschaften.


(23. April 2013) Schimmelpilze – für viele lästig, eklig und ungesund, sind Ulrich Kücks Lebensinhalt. Der Bochumer Professor für Allgemeine und Molekulare Botanik beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit der Molekulargenetik von Pilzen und Algen und bekommt nie genug von ihnen.

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