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Bunte Mischung

Zitationsvergleich 2003 bis 2006: Pharmakologie
von Lara Winckler, Laborjournal 07/2009


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Fotolia/daniel sainthorant.

Die klinischen Pharmakologen halten sich die Waage mit den experimentellen, wichtige Arbeitsgebiete sind Herz-Kreislauf, Krebs, Neurologie sowie Immuntherapien.

Die klinischen Pharmakologen machten in den Jahren 2003 bis 2006 die Hälfte der Top 50 in der deutschsprachigen Pharmakologie aus, sechs von ihnen schafften es unter die Top 10. Grund für diese Präsenz ist unter anderem die wachsende Bedeutung, die die Pharmakogenetik in der medizinischen Forschung einnimmt. Die Pharmakogenetik befasst sich mit dem Einfluss der genetischen Ausstattung auf die Wirkung von Arzneimitteln, etwa durch unterschiedlich starke Aktivität von Enzymen.

So vielfältig die Einsatzgebiete von Medikamenten sind, so bunt gemischt sind die medizinischen Disziplinen, mit denen die klinischen Pharmakologen zusammen veröffentlichen – häufig sind Gastroenterologen, Kardiologen, Pulmologen und Immunologen unter den Autoren.

Oft genug ist der Pharmakologe der einzige seines Fachgebiets, wie im Falle des viertplatzierten Artikels, bei dem der Stuttgarter Pharmakologe Reinhold Kerb (29.) als Autor zeichnet – allein unter Neurologen.

Vier der meistzitierten Artikel dieser Publikationsanalyse behandeln pharmakogenetische Themen, allein drei hat das Team um Matthias Schwab (1.), Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie Stuttgart, mitveröffentlicht. Mit fünf Top 50-Forschern stellen die Stuttgarter die stärkste Arbeitsgruppe.

Die beiden meistzitierten Artikel kommen aus der Münchner Arbeitsgruppe um Stefan Endres (4.) und Gunther Hartmann (5.), seit 2005 Direktor der Bonner Klinischen Pharmakologie. Insgesamt arbeiteten acht der Top 50-Pharmakologen zumindest zeitweise an einem Münchner Institut, was der bayerischen Landeshauptstadt den ersten Platz im Städteranking beschert. Dicht dahinter folgen Stuttgart und Berlin.


Nicht-Klinische holen auf

Doch wer denkt, dass die Klinischen uneinholbar vorne liegen, weil sie mit Medizinern zusammen veröffentlichen, liegt nicht richtig. Die experimentellen Pharmakologen – sie simulieren in Modellsystemen die pharmakologischen Eigenschaften eines Medikaments – behaupten sich mühelos. Mit 25 der Top 50 sind sie sehr gut aufgestellt. Vier von ihnen platzierten sich unter den Top 10, allen voran Thomas Hartung (2.), Biochemische Pharmakologie der Uni Konstanz, und Franz Hofmann (7.), bis 2008 Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der TU München.

Vier Österreicher sind im Vergleich, darunter Herz-Kreislauf-Forscher Michael Wolzt (13.) als Höchstplatzierter, sowie drei Schweizer. Unter ihnen Neurotransmitterforscher Jean Marc Fritschy (21.) und der vormals erstplatztierte Peter Meier (41.).

Von den drei gelisteten Frauen rückte Matthias Schwabs Mitarbeiterin Elke Schäffeler (8.) unter die Top 10.


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Letzte Änderungen: 30.07.2009


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