Info

Gib mir fünf: die Life Science Wochenschau (1)

(22.1.16) Als Lesetipp zum Wochenende stellen wir fünf aktuelle Forschungsmitteilungen aus den Lebenswissenschaften vor.


ANZEIGE

Info

Der neue Pipettierroboter Liquid Handling Station flow schützt Ihre wertvollen Proben vor Partikeln und Mikroorganismen. mehr

editorial_bild

Nicola Erdsack mit Seebär (Foto:privat)

Raffinierte Robben aus Rostock

Nicola Erdsack von der Universität Rostock hat sich der Frage angenommen, wie Robben mit Hitze und Kälte zurechtkommen:

"Seebären verfügen über ein sehr dichtes Fell, eins der dichtesten Felle im Tierreich“, erklärt Nicola Erdsack. Neugeborene Seebären, die noch nicht ins Wasser können, haben ein ganz besonderes Fell, lockig und drahtig zugleich. Drei Generationen von Seebärbabies hat Nicola Erdsack untersucht. Auch bei hohen Sommertemperaturen in praller Sonne schützen die bis zu 3 Zentimeter langen gewellten Haare das Jungtier vor Überhitzung, sodass bei gemessenen 80 Grad Celsius auf der Felloberfläche, die Körpertemperatur dennoch konstant bei 37 Grad Celsius bleibt."

Komplette Pressemitteilung hier.

ANZEIGE

Info

Herausragende Vielseitigkeit, hohe Kapazität, menügeführtes Display, extrem leiser Betrieb. mehr

Infrarot-Thermogramm eines Seehundes (Uni Rostock / privat)


Phosphorylierte Polymerase
Forscher von LMU und Helmholtz Zentrum München um Dirk Eick kartierten die Phosphorylierungsstellen der RNA Polymerase II:

„An 240 verschiedenen Stellen der Pol II kann durch Phosphorylierung auf die Aktivität dieses Enzyms Einfluss genommen werden“, erklärt Prof. Dirk Eick, Letztautor der Studie und Leiter der Abteilung Molekulare Epigenetik am Helmholtz Zentrum München. Gemeinsam mit Kollegen des Biomedizinischen Zentrums und Genzentrums der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen haben er und sein Team nun eine Methode entwickelt, um alle 240 Stellen in der Pol II zeitgleich zu untersuchen."

Komplette Pressemitteling hier.


Info

Stäbchen oder Zapfen?
Mutationen des Gens Peripherin-2 sind eine der häufigsten Ursache für erbliche Netzhautkrankheiten. LMU-Wissenschaftler um Martin Biel und Elvir Becirovic erklären, warum die Mutationen sich  unterschiedlich auswirken – je nachdem, ob Sehstäbchen oder Sehzapfen betroffen sind:

" 'Wir haben zunächst gezeigt, dass Sehstäbchen beim Spleißen deutlich effizienter sind und dadurch mehr Peripherin-2-Protein produzieren als die Zapfen. Die meisten Mutationen, die mit einer Degeneration der Stäbchen assoziiert sind, führten in unserer Untersuchung zu einer Reduktion der Proteinmenge in diesem Rezeptortyp, die teilweise durch eine geringere Spleißeffizienz entsteht', sagt Becirovic. Im Gegensatz dazu führten die meisten Mutationen, die Zapfendefekte hervorrufen, zu einer Erhöhung der Proteinmenge in Sehzapfen. Dieser Effekt beruhte ausschließlich auf der Steigerung der Spleißeffizienz. Damit haben die Wissenschaftler zum ersten Mal nachgewiesen, dass krankheitsassoziierte Mutationen nicht nur durch eine Reduktion, sondern auch durch eine Erhöhung der Spleißeffizienz entstehen können."

Komplette Pressemitteilung hier.

ANZEIGE

Info

Über 20 Veranstaltungen aus denen sich TA’s der Life Sciences ihr individuelles Programm zusammenstellen können. mehr


Neuer Nervenzelltyp: Arky-Neurone
Arky-Neurone, ein neu entdeckter Typus von Nervenzellen, können einen Handlungsimpuls unterdrücken. Sie verraten etwas über Veränderungen in Aufmerksamkeit und Motorik, zeigt ein französisch-amerikanisches Forscherteam unter Beteiligung von Robert Schmidt (Universität Freiburg):

"Arky-Neurone sind in einem Teil der Basalganglien unterhalb der Großhirnrinde zu finden. Diese Region spielt eine Rolle bei unterschiedlichen Aufgaben des Gehirns. So ist sie an der Planung, Initiierung und laufenden Anpassung vieler Bewegungen beteiligt. Die neuronalen Schaltkreise, die ein bestimmtes Verhaltensmuster aktivieren und ihm gegenüber einem anderen Vorrang gewähren, gelten allerdings noch als wenig erschlossen."

Komplette Pressemitteilung hier.

 

Epigenetik und Krebs
Gesunde Zellen und Tumorzellen unterscheiden sich in ihren epigenetischen Markierungen. Aber das hat vielleicht weniger mit dem eigentlichen Krebsgeschehen zu tun als bisher gedacht, fanden Wissenschaftler um Christoph Plass vom Deutschen Krebsforschungszentrum in ihrer Studie an Leukämie-Zellen heraus:

"Das Markierungsmuster der Krebszellen reflektiert zum großen Teil eher das Reifestadium der Vorläuferzellen im Moment der Krebsentstehung, als tatsächlich eine krebstypische Abweichung darzustellen.[...]

Mithilfe mordernster bioinformatischer Methoden konnten die Wissenschaftler aus dem Team um Christoph Plass den kleinen Prozentsatz an tatsächlich krebsspezifischen Methylmustern aus der Fülle reifungsbedingter Abweichungen herausrechnen. Die biologische Bedeutung dieser wirklich krebsbedingten Differenzen müssen die Forscher nun erst sorgfältig bewerten."

Komplette Pressemitteilung hier



Letzte Änderungen: 28.04.2016

Diese Website benutzt Cookies. Wenn SIe unsere Website benutzen, stimmen SIe damit unserer Nutzung von Cookies zu. Zur ausführlichen Datenschutzinformation