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Das Leck von Ludwigsburg

(10.2.17) Für den lockeren Start ins Wochendende haben wir wieder tief in unserem reichhaltigen Cartoon- und Satire-Archiv gegraben – und sind bei folgender "dünnflüssigen" Labor-Katastrophe hängen geblieben…
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24. September 1996, 11:46 Uhr, Institut für Mikrobiokratie und Krankenhaushyäne in Ludwigsburg.

Der junge Kundendiensttechniker Thomas D. steht vor der schwierigsten Aufgabe seines noch kurzen Berufslebens. Er hat von seinem Chef den Auftrag bekommen die Sterilbank des Instituts von einem mahlenden Geräusch in der Lüftung zu befreien. Leider hat er das Servicehandbuch vergessen. So ließ er sich via Handy von seinem Kollegen, dem jungen Auszubildenden Atze G. , durch das Kabel- und Leitungsgewirr unter der Arbeitsfläche lotsen.

„Ich hab’ nur gehört, wie er sagte: „Okay, ich kappe jetzt das rote Kabel und lege das Bypassventil nach rechts... Wie, nach links?... Und was? Nicht das rote, sondern das grüne?... Okay!... Alles klar! Ja, zur Mittagspause bin ich wieder im Betrieb. Dann gab es ein zischendes Geräusch und tatsächlich: Das mahlende Geräusch in der Sterilbank war plötzlich weg." So der Bericht des Praktikanten Benjamin B., der dem Kundendiensttechniker immer das Werkzeug gereicht hatte.

„Da haben sich alle gefreut, dass sie ihre Coli-Bakterien wieder in Ruhe steril überimpfen können. Aber nach drei Tagen hatten alle im Institut diesen schrecklichen Durchfall."

Die Polizei vermutet, dass durch einen unerklärlichen Wartungsfehler die Lüftung der Sterilbank an die Lüftung des gesamten Instituts angeschlossen wurde. Die Ermittlungen laufen noch.

Text: Kai Herfort / Cartoon: Henning Schultze

 



Letzte Änderungen: 03.03.2017

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